Sex-Eklat beim Eishockey-Derby

Sex-Eklat beim Eishockey-Derby

Sex-Eklat beim Eishockey-Derby – Strafe für Storch und Rossi

„Der Torwart der Kassel Huskies – präsentiert von unserem Partner Orion – Markus Keller“

Fortsetzung im Porno-Zoff zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies: Trotz Schmuddel-Ansage hat Frankfurts Hallensprecher Rüdiger Storch kein schlechtes Gewissen – und will beim nächsten Mal womöglich heimlich zuschauen.

Der Hallensprecher der Löwen Frankfurt ist für seine Ansagen berühmt und berüchtigt. Am Dienstag hatte Rüdiger Storch beim Playoff-Heimspiel in der DEL2 den Torhüter der Kassel Huskies ins Visier genommen und sich damit den Zorn der Nordhessen zugezogen. Selbst Huskies-Trainer Rico Rossi wollte dem Sprecher an den Kragen.

Der Hintergrund: Vor dem Spiel war ein Sex-Video von Goalie Markus Keller im Netz aufgetaucht, Storch präsentierte daraufhin bei der Mannschaftsaufstellung Kellers Namen in Verbindung mit dem Löwen-Sponsor Orion – einem Vertreiber von Erotik-Artikeln. Im Interview mit dem hr-sport verteidigte der Einpeitscher sein Vorgehen.

hessenschau.de: Herr Storch, wie gut kennen Sie sich mit Pornos aus?

Storch: Ich habe mal einen gesehen, aber ich bin bestimmt kein Porno-Fachmann.

hessenschau.de: Also haben Sie auch den Film von Markus Keller nicht gesehen?

Storch: Nein, keine Sekunde. Mir wurde nur mal ein Screenshot davon gezeigt.

hessenschau.de: War dieser Eklat beabsichtigt? Immerhin waren beide Klubs jetzt einen Tag lang dick in den Schlagzeilen.

Storch: Ich bin überrascht, welche Ausmaße das angenommen hat. Ich finde den Hype um dieses Thema völlig überflüssig, das ist totaler Wahnsinn. Aber klar: Wenn ein Profisportler einen Porno dreht, dann ist das für die Menschen und die Medien interessant. Das ist im Übrigen auch die Ursache für den Hype – und nicht, dass ich unseren Werbepartner genannt habe.

hessenschau.de: Markus Keller lässt über seinen Anwalt gerade juristische Schritte gegen Sie prüfen. Können Sie das verstehen?

Storch: Er kann von mir aus machen, was er will. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Ich habe an diesem Abend insgesamt acht Sponsoren genannt, dazu bin ich vertraglich verpflichtet.

hessenschau.de: Und doch hat Markus Keller nun den Schaden. Haben Sie kein Mitgefühl mit ihm?

Storch: Doch, na klar. Er hat einen Fehler gemacht, aber diese Entwicklung ist fatal für einen jungen Spieler. Er tut mir wirklich leid. Das meine ich ganz ernst.

hessenschau.de: Die Huskies haben reagiert und Ihnen für das Spiel am Freitag Hausverbot erteilt. Was machen Sie stattdessen?

Storch: Vielleicht fahre ich trotzdem dorthin. Inkognito, mit Pudelmütze und dicker Sonnenbrille. Dann erkennt mich keiner.

Das Gespräch führte Sebastian Rieth (hr-sport)


Keller schaltet Anwalt ein

Markus Keller wollte sich gegenüber dem hr-sport nicht in einem längeren Interview äußern. Der Kasseler Torhüter gab allerdings bekannt, dass sein Anwalt juristische Schritte gegen Stadionsprecher Rüdiger Storch prüfe. Das Sex-Video, so Keller, sei vor zweieinhalb Jahren mit seiner Freundin entstanden. Er habe sich bei einem Chat-Portal angemeldet, allerdings nicht gewusst, dass dabei auch Filmaufnahmen entstehen.

Strafe für Storch und Rossi

Hallensprecher Rüdiger Storch ist am Donnerstag von der Liga für ein Spiel gesperrt worden. Vier weitere Partien wurden zur Bewährung bis Ende des Jahres ausgesetzt. Sein Verhalten sei „eigenmächtig, provozierend, unsportlich und respektlos“ gewesen, heißt es in einer Stellungnahme der Liga. Auch Huskies-Trainer Rico Rossi kam nicht ungestraft davon. Er wurde mit einer Geldstrafe belegt. „Ab jetzt geht es nur noch um Eishockey. Wir sind froh, dass Rico Rossi nicht gesperrt wurde, denn wir wollen Kassel in Bestbesetzung schlagen“, sagte Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer dem hr-sport.

Quelle: http://venus-adult-news.com