Wie viel Sex braucht man?

Lustbarometer

Bei den einen herrscht Flaute im Bett, die anderen verlieren sich in One-Night-Stands. Aber wie oft haben wir’s eigentlich nötig? Die Antwort ist überraschend.

in den ersten Monaten einer Beziehung ist die Begierde nach dem neuen Partner unglaublich groß. Man möchte sich gegenseitig verschlingen und die Tage am liebsten gleich im Bett verbringen. Auch wenn die Liebe gewachsen ist, mit den Jahren tritt die Lust oftmals immer weiter in den Hintergrund. Leider!  – Aber wieso eigentlich leider? Wer schreibt uns eigentlich vor, wie viel Sex wir haben sollen? Und ist häufiger Sex wirklich besser für die Beziehung?

Qualität anstatt Quantität

Im Interview mit der Frauenzeitschrift „Elle“ stellt Expertin Dr. Anneliese Schwenkhagen klar, dass es nicht die Quantität, sondern die Qualität von Sex ist, die in einer Beziehung wichtig ist. Wer bisher der Meinung war, Sex sei das Beweismittel schlechthin für Begehren und wahre Liebe, der muss wohl umdenken. Häufiger Sex kann ein Indikator für Begehren und Leidenschaft sein, aber so Schwenkhagen: „Längst nicht in dem Umfang, den uns etwa das Bild vom Hochglanzsex, den wir in den Medien oder in Filmen sehen, glauben machen will.“ Und Sie beruhigt Paare mit geringer Libido: „Es sagt nichts über die Qualität einer Beziehung, wenn man eine längere Sexpausehat, sofern das für beide kein Problem ist und keiner etwas vermisst.“

Lustlosigkeit gehört einfach dazu

Für die Hormonspezialistin ist Lustlosigkeit vielmehr eine normale Entwicklung. Anstatt ständig miteinander zu schlafen, fänden Paare mit der Zeit eben auch andere Wege, ihre Liebe und Zuneigung auszudrücken. Sex kann da schon mal zur Nebensache werden.

Saskia Farell & Micaela Schäfer

Was haben Saskia Farell & Micaela Schäfer gemeinsam?

Die Nackte und die Bank-Heuchler

Eine Welle der Solidarität für Micaela Schäfer. Nachdem die Deutsche Bank ihre Konten kündigte, offenbar weil der Name des Nackedeis „negativ besetzt“ ist, schießen sich viele auf die Geldverwalter ein.

„Eine Schande und Diskriminierung“, schimpft der erfolgreiche Berliner Pornoproduzent Klaus Goldberg. Er selbst hat mit seiner Bank zwar keine Probleme, spürt aber die Ressentiments gegen die Branche bei Kreditverhandlungen. „Nur weil Micaela mit ihrem Körper Geld verdient, heißt das doch nicht, dass sie ein schlechter Mensch ist. Gerade eine Bank, die Wetten auf Leben und Tod anbietet, sollte im Glashaus nicht mit Steinen werfen.“

Was er meint: Die Deutsche Bank wurde vor kurzem vom Bankenverband gerügt, weil sie Anlegern erlaubte, auf die Lebenserwartung von Menschen zu wetten. Im Fonds „db Kompass Life 3“ wetteten die Anleger auf die Lebenserwartung von 500 real existierenden US-Amerikanern. Je länger diese Personen lebten desto geringer fällt der Gewinn aus. Und jene Bank kündigt nun die Konten einer jungen Frau, weil ihr deren öffentliche Darstellung nicht passt?

Offenbar hat die Deutsche Bank Probleme mit nicht ganz alltäglichen Berufen oder Meinungen. Saskia Farell beispielsweise veranstaltet in ganz Deutschland Erotikpartys. Die Eröffnung eines Geschäftskontos wurde bei der Bank abgelehnt, wohl weil sie ihr Geld in der Sex-Branche verdient. Einem finanziell erfolgreichem Online-Pokerspieler wurde wie Micaela ohne Angabe von Gründen die Bankverbindung gekündigt. Und Anfang April wurden dem Verein „Die Deutschen Konservativen“ das Konto gekündigt. Nach mehr als 20 Jahren. Eine Bankmitarbeiterin erklärte es als „geschäftspolitische Entscheidung des Hauses.“

Was den feinen Bankherren nicht passt, wird offenbar rausgeschmissen. Micaelas Management hat mittlerweile ein neues Konto eröffnet. Bei der Postbank. Deren größter Aktionär mit 62,3 Prozent der Anteile ist übrigens die Deutsche Bank …

Quelle: berliner-kurier.de