Sex und Gesundheit. Bewegung, Ernährung und Stress. Wie sie den Sex beeinflussen.

Ganz gleich ob man weiblich oder männlich ist, hängen die allgemeine Gesundheit und die sexuelle Gesundheit dicht zusammen. Das eine benötigt das andere. Ohne guten allgemein Zustand steht es schlecht um das sexuelle. Aber auch andersherum. Um alles in Einklang zu bringen muss alles passen. Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung. Wir wollen auf einige Grundlagen eingehen, um die sexuelle Fitness zu steigern.

Warum sich gute Gesundheit bemerkbar macht

Es muss nicht etwas sein was schwerwiegend ist, wie zum Beispiel Diabetes oder Bluthochdruck, was ein Leben lang behandelt werden muss. Auch eine saisonale Erkrankung wie Heuschnupfen oder das verstauchen eines Knöchels können eine kurzzeitige Therapie von Nöten machen. Diese Umstände zu erkennen, heißt zu verstehen, dass solche Ereignisse sich bereits negativ auf die Stimmung und dadurch auf den Libido ausschlagen können. Alleine der Gedanke daran, Medikamente nehmen zu müssen, kann sich verheerend auf den Libido auswirken. Doch ganz gleich welche Probleme mit der Gesundheit aufgetreten sind, ob lang- oder kurzfristig, gibt es immer Mittel und Wege sexuelle und emotionale Intimität in das Leben zu integrieren.

Durch Bewegung aktiv bleiben

Regelmäßiges aerobes Training trägt nicht nur dazu bei das Blut in Wallung zu halten, sondern die Arterien produzieren Stickstoffmonoxid. Stickoxide sind genaugenommen die Lebensader der männlichen sexuellen Erregung. Männer die weniger trainieren sind häufiger in Gefahr an einer Erektionstörung zu erleiden, als Männer die regelmäßig Sport machen. Doch auch an der Damenwelt geht die sportliche Ertüchtigung nicht spurlos vorbei, vor allem dann nicht, wenn es auch um ihre Erregung geht. Denn auch bei Frauen hilft der Sport. Aber nicht nur der Blutfluss steigert sich beim Ausdauersport, sondern es werden auch Glückshormone ausgeschüttet. Die Endorphine. Endorphine sind natürliche Opiate die einen entspannen lassen und der sexuellen Erregung zuträglich sind. Training hebt zugleich auch das Selbstwertgefühl, welches wohl das stärkste Potenzmittel ist.

Die bessere Sex-Ernährung

Eine schlechte Ernährung ist ein wesentlicher Faktor für Herzkrankheiten, hohen Blutdruck oder zu hoher Cholesterinwerte. All dieses sind Faktoren, die den Blutfluss beeinflussen und damit auch die Erektionsfähigkeit und das Standvermögen. Doch gibt es einen Schlüssel zur „befriedigenden“ Ernährung? Einen Schlüsselsatz gibt es in der Tat. Esse für das Herz und du isst für die Befriedigung. Eine Idee ist die Nährstoffdichte. Das bedeutet wenn das Verhältnis der Nährstoffe zu den Kalorien hoch ist – was es bei den meisten Gemüsen ist – wird eingespeicherte Energie vom Körper benutzt.

Wie Stress und Schlaf die Libido beeinflussen können

Stress wohin man nur schaut und kein Ausweg. Stress spielt eine wichtige Rolle, wenn es um das Sexualleben geht. Der Stress dem wir täglich ausgesetzt sind ist dabei geschlechterspezifisch. Männer haben mehr Stress durch die Arbeit und den dortigen Leistungsdruck. Frauen dagegen sind stressempfindlicher was Faktoren aus dem Haushalt angeht. Zum guten Schluss ist das Sex-Leben als solches auch ein Faktor, der den täglichen Stresslevel beeinflusst. Wem ein gesundes Sex-Leben wichtig ist, sollte demnach in einer Beziehung leben, die diese Lebensweise unterstützt. Das beinhaltet Kommunikation und gegenseitige Unterstützung. Was außerhalb des Schlafzimmers geschieht wirkt sich somit auch immer dirket auf die Aktionen im Schlafzimmer aus. Aber nicht vergessen. Auch ausreichend Schlaf ist wichtig. Schlaf ist neben der Nahrung der Faktor, der unser Wohlbefinden beeinträchtigt. Nur eine unruhige Nacht in der nicht gut geschlafen wurde kann sich negativ auf die Lust auswirken. Das bedeutet auch, dass die jenigen die ausgeruht in den Tag starten vermeintlich besseren Sex genießen können.

An diesen Sex-Orten drohen „Verkehrsunfälle“

Ob unter der Dusche, im Auto, oder über den Wolken: Wer träumt nicht vom Liebesspiel an ungewöhnlichen Orten? Schließlich kann es auf Dauer etwas langweilig werden, sich immer nur zwischen den Laken zu vergnügen. Doch bevor Sie Ihre erotischen Fantasien in die Tat umsetzen und vom Bett ins Flugzeugklo umziehen, sollten Sie sich das Ganze noch mal gut durch den Kopf gehen lassen – oder zumindest auf schmerzhafte Nebenwirkungen vorbereitet sein. Denn das Schäferstündchen in hohen Lüften könnte zwar Ihr Liebesleben anheizen, viel wahrscheinlicher aber sorgt es für jede Menge blauer Flecken. So ein Bord-WC ist nämlich ganz schön winzig – und flugs hat man im Eifer des Gefechts den Wasserhahn oder die Türklinke im Rücken. Mal ganz abgesehen davon, zu welch unangenehmen Unfällen es im Fall von Turbulenzen kommen kann.

Selbst in den eigenen vier Wänden lauern auf experimentierfreudige Liebende Gefahren: Wer es sich beispielsweise auf dem flauschigen Wohnzimmerteppich bequem macht, zieht sich durch die Reibung ganz schnell fiese Verbrennungen an Knien und Co. zu. Laut „Bild“ ist dies sogar eine der häufigsten Sex-Verletzungen überhaupt! Doch mal ehrlich: Knieschützer beim Liebesspiel zu tragen, geht nun mal gar nicht. Und manchmal macht so ein kleiner Schmerz das Vergnügen ja nur noch interessanter…

Umfrage: Fernsehen ist Frauen wichtiger als Sex

Den meisten Frauen ist „Sex and the City“ wichtiger als der Sex mit dem Partner: 57,6 Prozent würden lieber ein Jahr lang auf Sex verzichten denn auf Fernsehen, wie eine Umfrage der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen ergab. Bei den Männern ist es umgekehrt – für 61,6 Prozent sind „Tatort“ und Co. eher verzichtbar als Erotik.

Ähnlich sieht es aus, wenn man die Bundesbürger vor die Wahl „Sex oder Süßigkeiten“ stellt: Fast die Hälfte der Frauen (46,8 Prozent) legt weniger Wert auf Sex, wenn als Alternative Schokolade oder Gummibärchen angeboten werden. Bei den Männern wählten demgegenüber auf die Frage, welches der beiden Dinge für sie eher verzichtbar wäre, nur 21,6 Prozent den Sex und 78,4 Prozent die Süßigkeiten.

Bestätigung eines Klischees

„Da wird ein Klischee bestätigt“, sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung, der Nachrichtenagentur dapd. Allerdings, das zeigten die Erfahrungen aus Befragungen zum Thema Sexualität, neigten Männer hier zu Übertreibungen. Für die Studie befragte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Stiftung für Zukunftsfragen 2.179 Personen ab 14 Jahren.